Editorial Dezember 2008
Liebe Leserinnen und Leser,
falls die Einkaufsgutscheine der Bundesregierung noch vor Weihnachten verteilt werden, dann weiß ich, welchen Einzelhandelszweig ihr unterstützt: Die Buchhandlungen eures Vertrauens, die mit der großen und gut sortierten Fantasy/Science Fiction/Horror/Mystery-Abteilung. Ich zumindest kann mir kaum etwas schöneres vorstellen, als einen ganzen Tag in den Regalen zu stöbern, während draußen die Fußgängerzone schier überquillt, Leute rempeln, Tüten reißen und sich gegenseitig mit Glühwein und Bratwurstsenf bekleckern.
Sicher, viele werden für die 500 Euro andere Dinge kaufen wollen oder auch müssen. Doch allein der Gedanke an einen Riesenkarton voller Bücher… Bei einem angenommenen Preis von 25 Euro pro Hardcover wären das 20 dicke Leseschinken oder 50 Taschenbücher zu je 10 Euro. Man könnte auch auf den Mängelexemplartischen nach günstigen Hardcovern suchen oder gleich ins Antiquariat… Kaum auszudenken, das Frohlocken, gibt es dort doch Taschenbücher schon für einen Euro.
Um euch die Vorauswahl zu erleichtern - auch wenn Angela Merkel den segensreiches Konsumscheck nicht unterschreibt - haben wir für Dezember eine Menge neuer Buchrezensionen vorbereitet.
Neben unseren Büchern aus der Topp-Fünf-Riege möchte ich euch ein Buch besonders empfehlen: K. J. Parkers “The Company”. Ein düster-beklemmende Charakterstudie, die… - nein, lest selbst.
Also, in diesem Sinne gute Unterhaltung und viel Spaß beim Zusammenstellen des Weihnachtsbuchwunschzettels.
Euer
Frank A. Dudley
Chefredakteur
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